Schwalbenglück in der Gemeinde Ratekau

  • Pressemitteilungen

270 Schwalbennester gezählt

Wir sehen sieelegant durch die Lüfte fliegen und ihre aufwändig gebauten Nester an vielen Giebeln und Hauswänden – die Dorfschaften der Gemeinde Ratekau bieten zahlreichen Schwalben ein Zuhause. Der Fachdienst Umwelt der Gemeinde führt in diesem Jahr eine umfassende Zählung aller Schwalbennester durch. In den Ortschaften wurden schon über 270 Nester erfasst.

Das zahlreiche Schwalbenaufkommen in der Gemeinde Ratekau ist durchaus eine Besonderheit, die geschätzt werden sollte, denn ein altes Sprichwort besagt: „Wenn Schwalben am Haus brüten, geht das Glück nicht verloren.“ Jedoch ist dies keine Selbstverständlichkeit, denn verursacht durch Haussanierungen, Wegebau, Rückgang der Insekten und Auswirkungen des Klimawandels sinkt die Zahl der Schwalben in Deutschland. Nicht umsonst sind Schwalbennester als Fortpflanzungsstätten nach § 44 Bundesnaturschutzgesetz geschützt und dürfen nicht abgeschlagen, beschädigt oder unbrauchbar gemacht werden. Für den Bruterfolg der Rauch- und Mehlschwalben, die aus den weit entfernten Winterquartieren in Afrika zu uns kommen, ist es wichtig, die alten Nester oder auch Kunstnester vorzufinden. Der Nestbau kostet nicht nur Zeit und Mühe, Schwalben finden auch immer seltener geeignetes Baumaterial.

Wer die Schwalben in der nächsten Brutsaison unterstützen will, darf sich gern beim Fachdienst Umwelt, Zimmer 70, Bäderstraße 19, 23626 Ratekau oder telefonisch unter 04504 803-810 melden. Dort gibt es auch Unterstützung für das Anbringen von Kotbrettern. Flyer und Broschüren enthalten weitere Details über die faszinierenden Vögel.

Thomas Keller
Bürgermeister

Alle Nachrichten